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Der kulturelle Italiener in England – Zum Tod von Richard Rogers

20.12.2021
Von Maik Novotny Beide strahlen sie um die Wette wie zwei Jungs auf dem größten Spielgerüst der Welt: Der bärtige Renzo Piano im grauen Mantel mit buntem Regenschirm, und vor ihm Richard Rogers, blau und gelb gekleidet, mit noch bunterem Schal. Sie sitzen auf einem Stahlträger des Centre Pompidou, das rund um sie am Entstehen ist, im Hintergrund die riesige Baugrube von Beaubourg. „Culture should be fun“ war Rogers‘ Credo für die anfangs heftig umstrittene Pariser Kunstmaschine, die ihn und Piano in die Oberliga der Architektur katapultierte. Es war nicht als Scherz gemeint, denn es ging ganz ernsthaft darum, die elitäre Welt der Museumspaläste mit Demokratie, Offenheit und Teilhabe zu sprengen. Das Techno-Mikado aus Tragwerk, Röhren und Schächten, das die Fassadenfrage einfach so löste, indem es auf eine Fassade verzichtete, entstand nicht aus dem Wunsch, eine neue Maschinenästhetik zu zelebrieren, sondern aus den Anforderungen des Raums: Stützenfrei, hierarchiefrei, frei zur Aneignung. Noch heute kann man diesen Impetus der Freiheit spüren, wenn man das Centre Pompidou unmittelbar im Stadtraum erlebt. Dasselbe gilt für Rogers‘ zweites ikonisches Werk, das Londoner Lloyd’s…

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