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Machbare Utopien – Zum Tod von Yona Friedman

24.02.2020
Seine Wohnung in Paris – von Niklas Maak in einem Nachruf eindrücklich beschrieben – war in den letzten Jahrzehnten zu einem vielbesuchten Wallfahrtsort geworden. Mit Yona Friedman ließ sich dort nicht nur vortrefflich über Architektur diskutieren, sondern auch die konservierte Aura der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erleben. Kein klassischer Modernist war dort allerdings am Werk, sondern ein verspielter Künstlertyp, der zusammen mit seiner zweiten Frau Denise Charvein die Räume höhlenartig überformt hatte. Und das war vielleicht programmatisch für Friedman, der mit großer gedanklicher Stringenz aus der Unvorhersehbarkeit menschlichen Handelns die Notwendigkeit einer neuen Architektur ableitete. Im Gegensatz zur funktionalistischen Moderne mit ihrem Faible für den „verplanbaren“ Durchschnittsmenschen trat das freie Individuum, dem die Architektur am besten aus dem Weg gehen sollte. Seine Ideen entwickelte Friedman, der 1923 in Budapest geboren wurde und dort als Jude den Holocaust überlebte, seit Anfang der Fünfzigerjahre. Studiert hatte er unter anderem in Haifa am Technion, wo er Konrad Wachsmann kennenlernte. Dessen Raumtragwerke wurden zum Vorbild für Friedmans erste…

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